//neu eingrichtet juli 2001/ bitte per m@il: gabrieleweis@web.de

 

haben zu einem thema bzw. einem sachgebiet eine NACHFRAGE, einen WUNSCH...

haben zu einem thema bzw. einem sachgebiet eine ANMERKUNG, einen HINWEIS, eine ANDERE POSITION...

1,2,3,4,5

DIALOG FRIEDEN&FAIRNESS-NAVI:Seite 3

datum Ihre@ nachfrage|wunsch anmerkung|hinweis|(andere) position  

meine antwort:

 
27/9.9.2001

FMH1@MYFAZ.net

 

bezug: NEW YORK

 

forumsbeitrag FAZ

Welche wirkungsvollen Ideen haben Sie jetzt, für eine friedvolle Gegenwart?

 

Meine Idee wäre ...
1) Herr Scharom & Herr Arafat wird durch Amerika und Verbündete sehr deutlich „zurückgepfiffen“ – kein weiterer Schuss, darf ab sofort mehr fallen, wenn nicht wird der Geldhahn oder oder zugedreht?
2) Weitgehende globale Geschlossenheit der Welt, die „Taliban Regierung“ Weltweit nicht mehr anzuerkennen und den Geldhahn weltweit zu zudrehen?
3) Weitgehende globale Geschlossenheit, den Terror aufzulösen und sich darum zu „kümmern“, die Ursachen zu erkennen, um diese Ursachen dann soweit wie möglich „abzustellen“?

Oder Anderes gefragt - was sind die 3 wirksamsten Maßnahmen, den Terror in der Welt, „in den Griff“ zu bekommen, ohne dass dieser Terror weiter eskaliert?

(bitte nach Möglichkeit, ganz kurz fassen)

ich bin gespannt auf ihre Rückmeldungen?

 

 

hallo franz michael huber,


meine ideen sehen deutlich anders aus:

zu 1) unsere regierungen sollten das wechselseitige einander-irgendwo-hin-pfeifen-wollen aufgeben - niemand hat für dergleichen genügend kompetenz oder redlichkeit auf der welt!


zu 2+3) nicht irgendwelche geschlossenheiten bewirken über die ausschließung sogenannter bösewichte eine friedlichere atmosphäre... was wir im gegenteil brauchen ist eine auf alle sparten von kampfgetöse verzichtende neue offenheit!


>>statt kräfteverschleudernder eindämmungsbemühungen eine von immer weiteren kreisen getragenen menschencharta für frieden und fairness als teil eines wachsenden think-tanks für den bau eines alternativen globalen beziehungsgefüges!

nähere argumentationkontexte finden Sie auf meiner homepage: http://gabrieleweis.de/think-tank/dialog-frieden+fairness.htm

schöne grüße

gabriele weis


28.9.2001

rebekka1@MyFAZ.NET

 

bezug: NEW YORK; artikel ARUNDHATI ROY, faz

forumsbeitrag FAZ

 

(...)

Herr Huber hat vor einiger Zeit hier im Forum zur Diskussion gestellt, welche Schritte wir Forumsmitglieder zur Vermeidung des Kriegs einleiten würden.
Ich weiss nicht, wie wenige Leser sich angesprochen fühlten, Vorschläge zur Verbesserung der politischen Lage zu machen ( und genau in dieser Gleichgültigkeit liegt der Hund übrigens begraben, aber das ist ja wohl auch keine neue Erkenntnis...), es waren vielleicht ein oder zwei Autoren, die dazu Stellung beziehen konnten, definitiv zu wenig!!!

Punkt 1: Ich wiederhole: Wir müssen alle Informationen zusammenlegen, um uns ein unabhängiges, objektives Bild machen zu können.

Punkt 2:Wir müssen der Öffentlichkeit, der breiten Masse, unseren Eltern, Geschwistern, Freunden, Kollegen, Nachbarn.... diese Informationen transparent machen.

Punkt 3: Ich wiederhole mich nochmals: Wir müssen aus diesem Wissen lernen und die Konsequenzen daraus ziehen.

Leute, steht auf, mobilisiert Eure Kräfte !!!!

Mein Arsch klebt seit einiger Zeit wenigstens nicht mehr ganz so fest im Sessel!


In diesem Sinne,
Rebekka


 

hallo rebekka,



ich halte die analyse von arundhati roy für hervorragend kenntnisreich und informativ, wenn auch zu amerika-zentriert. - 

kenntnisse über fehlgehende politik-methoden und zusammenhänge zu verbreiten, ist in meinen augen das eine, unbestreitbar wichtige.


hinzukommen muß jedoch endlich verstärkt, worauf denn hinzuwirken wäre - als produktive alternative zu den fatalen konsequenzen kurzschlüssigster machtpolitik! Sie insistieren zurecht darauf.


ich möchte Ihren implus aufnehmen und hierher setzen, woran in meinen augen gearbeitet werden müßte. beim folgenden handelt es sich um das schlußkapitel eines längeren aufsatzes anläßlich der aktuellen terroranschläge, der auf alternativen hinzuarbeiten sucht. Sie finden ihn auf meiner page neben weiteren forums-dialogen und...(http://gabrieleweis.de)

 

(vgl:NEW YORK UND DIE FOLGEN, kap. 9...

und: vorschlag für eine MENSCHENCHARTA...)

 

schöne grüße!

 





29.9.2001

d.h.wolter@t-online.de

 


 

bezug: NEW YORK

 

forumsbeitrag FAZ

 

Dieter Wolter

 

Verstehe ich Sie richtig? Sie plädieren für die Anarchie?Denn wie anders wollen Sie in unserer unheilen Welt Ihre wunderbaren (das ist mein Ernst!) Ziele denn durchsetzen?
Funktioniert hat das - soweit meine Geschichtskenntnisse reichen - noch nie. Allenfalls wurde ein Übel durch ein anderes abgelöst.
Da ich in einem Alter bin, in dem man zwar nicht resigniert, aber eine anderes Verhältnis zur eigenen Zukunft hat, ist mir schon eine wenig um die Zukunft meiner Kinder bange.
Bleibt zu hoffen, daß wider alle Erfahrung die Menschheit irgendwann lernfähig und -bereit wird.

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hallo dieter wolter,

wenn fairness anarchistisch genannt werden kann, dann ordnen Sie meine überlegungen meinethalben als anarchistisch ein...

unsere welt ist in meinen augen nicht weniger heil als unheil.
wo immer wir sie als zumindest halbwegs heil (und zuweilen doch auch einiges mehr!) erleben dürfen, verdankt sich ein solches erleben ganz sicher keiner form der ´durchsetzung´ von irgendetwas, sondern individuell gewonnener und via ansteckung ausgebreiteter innerer freiheit.

keine nach irgendwelchen formen wechselseitigen hauens und stechens neu gewonnene friedlichkeit ohne ein vielfältiges sich-verabschieden von den teufelskreisen zeitweilig verbohrten fühlens, denkens und handelns, über denen man in den diversen gewaltsackgassen gelandet ist.

natürlich können wir alle auch dieses mal noch weiter zuwarten darauf, daß uns ein solcher abschied irgendwann erschöpfungshalber und also scheinbar leicht in den schoß falle oder so oder so aufgezwungen werde, was uns eigener entscheidungen enthöbe...
ich jedenfalls sehe mittlerweile weltweit soviel erschöpfung über der riesigen gewaltspirale, in der wir alle stecken, daß aus all dem dampf, den unzählige völker seit mehr als 100 jahren namentlich auch in vorder- und zentralasien produzieren zu müssen meinen, allmählich wieder der regen fallen könnte, der auch zumindesdt hin und wieder anderes sprießen ließe als allerlei gewalttätigkeiten...

natürlich wird nicht übelfrei zu bauen sein, was wir alle nun endlich mit entschiedenheit an alternativen anzudenken und umzusetzen haben - aber der grad der toxizität dessen, was wir erreichen werden, liegt in den händen von uns allen: kein anlaß zum jammern aus schräger hybris! wir sollten schließlich nicht übersehen, daß wir ohne die giftanteile unseres handelns wirklich not-wendendes nicht wirklich tag für tag neu auszuloten vermöchten!

denn: alles lernen geschieht meines erachtens ausschließlich im augenblick und für diesen. jede einmal gewonnene erkenntnis erweist ihre lebendigkeit allein im jeweiligen augenblick, in dem sie entweder im wege aktiven erinnerns und situationsspezifischen modifizierens tatsächlich neu gewonnen und eingesetzt zu werden vermag oder eben nicht mehr.

´die´ menschheit ist immer nur insoweit auch eine lernende, als aktuell lebende und sich bewußt aufeinander, ihre eigene vergangenheit und ihr wissen über kollektive vergangenheiten beziehende menschen miteinander kommunikative schnittmengen erzielen über das jeweils erforderliche und lebensfreude ermöglichende.
wo die zahllosen einzelnen einzelner bzw. verschiedenster gesellschaften diese schritte nicht tun, findet ´heute´ kein (rechtes) lernen statt.
und ´morgen´ ist niemals etwas anderes als dann: ´heute´.

die geschichte der menschheit ist in meinen augen ebenso voll von faszinierend produktiven lernschritten wie von traurigen lernlähmungen.

es ist an jedem einzelnen in der welt (nicht allein) dieser tage, sich als angeblich gelähmter selbst zu bemitleiden oder mit neuer lernfreude an einem veränderten verhalten für jene allseits respektvolle abkühlung der atmosphäre mit zu sorgen, die erste lebensförderliche regentropfen zustandebrächte - fallweise vielleicht sogar ein bißchen landregen ...

die derzeit auf allen politischen bühnen dieser welt so brüstend-vollmundig beschworene entschlußkraft könnte schließlich etwas anderem gelten als dem ewigen verkochen von blut

was ist denn all unsere sorge wert, wenn wir sie allenfalls mit allerlei scheinproduktivitäten beantworten?

auf alle, die zu erahnen beginnen, worauf es ankäme, wartet eine menge arbeit. ein hochdifferenzierter ´think-tank´ ist da, denke ich zu füllen, zugänglich jedem, der etwas hineinzufüllen hat oder sich aus ihm versorgen möchte.

wär doch was für die intelligenten köpfe hinter dem täglichen packen papier oder den web-seiten mit der aufschift faz - oder?


schöne grüße

gabriele weis


ps. auf meiner homepage gibt´s übrigens alle paar tage mehr dazu: http://gabrieleweis.de