DIALOG FRIEDEN&FAIRNESS-NAVI:

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aus:  "Homepage des Friedensweg e.V. Leipzig, einem Verein, der sich aus der Organisation des Ostermarsches heraus gegründet hat, aber inzwischen einiges mehr an ökologischen und friedensbewegten Inhalten bietet."

 

 

Auszug aus dem Aktionsprogramm "Für eine Kultur des Friedens" der UNO

Internationales Jahr 2000 für eine Kultur des Friedens

 

 

Deklaration und Aktionsprogramm für eine Kultur des Friedens

 (beschlossen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September 1999)

 

A.  Deklaration ”Kultur des Friedens”  

 Die Generalversammlung

erinnert an die Charta der Vereinten Nationen und insbesondere die dort verankerten Ziele und Prinzipien

sowie an die Verfassung der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) mit ihrer Feststellung ”weil Kriege in den Köpfen der Menschen entstehen, muß auch der Frieden im Geiste der Menschen befestigt werden”

 

und an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sowie andere relevante Übereinkiinfte im System der Vereinten Nationen;

 

stellt fest:

 

Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von gewalttätigen Konflikten, sondern erfordert einen positiven, dynamischen und partizipatorischen Prozess, in dem der Dialog gefördert und Konflikte im Geist wechselseitiger Verständigung und Zusammenarbeit gelöst werden.

 

Das Ende des Kalten Krieges hat die Möglichkeiten zur Stärkung einer Kultur des Friedens erweitert; die Fortdauer alter und das Aufflammen neuer gewalttätiger Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt sind auch deshalb ein großer Anlass zur Sorge.

 

Es ist notwendig, alle Formen von Diskriminierung und Intoleranz zu beseitigen, einschließlich ihrer rassistischer oder anderer Begründungen zum Beispiel wegen unterschiedlicher Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler, ethnischer oder sozialer Herkunft, Eigentum, Behinderung, Geburt oder sonstiger sozialer Stellung; 

 

erinnert an ihre Resolution 52/15 vom 20. November 1997 zur Proklamation des Jahres 2000 als ”Internationales Jahr für die Kultur des Friedens” sowie  Resolution 53/25  zur Proklamation des Zeitraums  2001 - 2010 als ”Internationale Dekade  für eine Kultur des Friedens und Gewaltlosigkeit für die Kinder dieser Welt”.

 

Stellt fest: Die UNESCO hat eine besonderes wichtige Rolle bei der Verbreitung der Idee einer Kultur des Friedens. 

 

Proklamiert feierlich die folgende Deklaration ”Kultur des Friedens” als Orientierungshilfe für 

Regierungen, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft insgesamt bei ihren Bemühungen, die Grundlagen einer Kultur des Friedens im neuen Jahrtausend zu verbreitern und zu stärken. 

 

Art.1 Definition: 

Kultur des Friedens ist zu verstehen als eine Vielzahl von Werten, Einstellungen, Traditionen Verhaltensweisen und Lebensformen. die sich gründen auf folgende Orientierungen:  

 

(a)Achtung vor dem Leben. Überwindung von Gewalt, Förderung und Einübung von Gewaltlosigkeit von Bildung, Dialog und Zusammenarbeit. 

 

(b) vorbehaltlose Achtung der Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und politischen Unabhängigkeit von Staaten sowie der Nichteinmischung in Angelegenheiten. die ausschließlich in die nationale Zuständigkeit fallen, entsprechend der Charta der Vereinten Nationen und anderen Bestimmungen des Völkerrechts;

(c) vorbehaltlose Achtung und Förderung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten; 

(d) Eintreten für friedliche Konfliktlösungen.

(e) Engagement für die Erhaltung der Entwicklungsmöglichkeiten und Umweltbedingungen im Interesse gegenwärtiger und künftiger Generationen; 

(f) Achtung und Förderung des Rechts auf Entwicklung.

(g) Achtung und Förderung der Gleichberechtigung  und der Chancengleichheit für Frauen und Männer; 

(h) Achtung und Förderung des Rechts jedes Menschen auf freie Meinongsäußerung und Informationsfreiheit;

(i) die Anwendung der Prinzipien von Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie, Toleranz, Solidarität. Zusammenarbeit, Pluralismus, kultureller Vielfalt, Dialog und Verständigung auf allen Ebenen der Gesellschaft und in den internationalen Beziehungen. 

 

Zur Definition einer Kultur des Friedens gehört ein positives und friedensförderliches nationales und internationales Umfeld 

 

 

charten-manifeste-internationale verträge  

verdeutlichendes:

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