©gabriele weis

  6.2. kurzversionsfolge:    DIE WELT ZWISCHEN 1945 UND 2000

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1947  -  Die Sowjetunion antwortete auf die Containment-Politik der USA im September 1947 mit der Gründung des Kominform (Kommunistisches Informationsbüro), das sie in ihrem Sinne ausgestattete, um die kommunistischen Parteien in Europa zu kontrollieren und auf eine gemeinsame Linie zu drängen.

·          Die KPdSU sicherte sich damit eine unbestrittene Führungposition innerhalb ihres Einflussbereichs.  Sowohl in der "rechten" Auslegung der kommunistischen Ideologie wie auch in allen Machtfragen hatte sie das letzte Wort.

Dies zeigte sich deutlich, als Polen und die Tschechoslowakei der Marshall-Plan-Hilfe beitreten wollten.

Sie mussten auf Druck der Sowjetführung davon rasch wieder Abstand nehmen.

 

1947  -  Als Gegenstück zum Marshall-Plan gründeten die Ostblockstaaten unter Führung der Sowjetunion den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW; engl.  COMECON, Council for Mutual Economic Assistance).

Seit 1962 gehörten ihm auch außereuropäische Länder wie Kuba, Vietnam oder die Mongolei an.

 

 

DEUTSCHLANDPOLITISCHE KONFLIKTPUNKTE: 

1947  -  Der Einladung der angelsächsischen Mächte, sich der Bi-Zone anzuschließen, folgte die SU nicht.

     Das von den Amerikanern angestrebte marktwirtschaftliche System ließ sich mit ihren Plänen einer sozialistischen Wirtschaftsordung - wie sie sie in ihrer eigenen Zone aufzubauen begonnen hatte - nicht vereinbaren.

 

1948  -  antwortete die SU auf die westliche Währungsreform mit einer Berlin-Blockade  -  die der Westen wiederum mit der Luftbrücke und dem Auftrag an die neuen westdeutschen Länder-Ministerpräsidenten zur Beratung einer Teilstaatsverfassung beantwortete  -  diesem Auftrag stellte die SU für ihre Zone eine ´Volkskongreßbewegung´ gegenüber  >> 1949 Gründung von BRD und DDR

 

AUSSER-EUROPÄISCHE KONFLIKTPUNKTE:

 

1948  -  Die Gründung eines Staates ´Israel´ aufgrund eines scheiternden UNO-Teilungsplans  -  Krieg

 

1949  -  Chinesische Kommunistische Revolution; Brechung des  amerikanischen Atomwaffenmonopols durch die SU

 

 

 

Die Konfrontation zwischen Ost und West geriet folglich ab 1949 in ein neues Stadium.

Die westlichen Staaten rückten nach dem Geschehenen enger zusammen und gründeten 1949 unter Führung der USA das Nordatlantische Verteidigungsbündnis, die NATO (North Atlantic Treaty Organization).

Neben den USA gehörten ihm Kanada, Großbritannien, Frankreich (bis 1966), die Benelux-Staaten, Island, Norwegen, Dänemark, Italien und Portugal (seit 1952 Griechenland und die Türkei, seit 1955 auch die Bundesrepublik Deutschland) an.

Die Mitgliedsländer verpflichteten sich zum gegenseitigem Beistand im Falle eines Angriffs auf ein Mitglied des Bündnisses.

Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern dürfen nur friedlich beigelegt werden. Beim Angriff auf einen Mitgliedsstaat sind die anderen zum Beistand aufgefordert. Im Verteidigungsfall stehen die nationalen Streitkräfte unter einem gemeinsamen NATO-Oberkommando.

Im Gegensatz zu den übrigen NATO-Staaten durfte die BRD jedoch keinen eigenen Generalstab unterhalten und mußte ihre Streitkräfte auch in Friedenszeiten der NATO unterstellen.

 

 

1955  -  schlossen die Ostblockstaaten einen "Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigem Beistand", den Warschauer Pakt.

Hauptorgane des Warschauer Paktes waren der Politisch Beratende Ausschuß, in dem jeder Mitgliedsstaat vertreten  war sowie das Vereinte Oberkommando der Streitkräfte mit Sitz in Moskau. An seiner Spitze stand immer ein sowjetischer Offizier. Dem Vereinten Oberkommando waren Teile der nationalen Truppen unterstellt. Eine Ausnahme bildete die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR, deren Einheiten vollständig unter dem Oberbefehl des Warschauer Pakts standen. Die DDR war gegenüber den anderen Mitgliedsstaaten auch in einem weiteren Punkt benachteiligt: Während die Bündnispartner den Umfang und Zeitpunkt ihrer Hilfe im Beistandsfall offiziell selbst bestimmen konnten, war die DDR in dieser Beziehung weisungsgebunden.

Aus sowjetischer Sicht war dies die Antwort auf den Beitritt der Bundesrepublik zur NATO.

Allerdings schuf sich die Sowjetunion damit zugleich auch eine rechtliche Legitimation für die Stationierung ihrer Truppen in allen Mitgliedsländern des Warschauer Paktes.

 

 

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