©gabriele weis

  6.2. kurzversionsfolge:    DIE WELT ZWISCHEN 1945 UND 2000

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infektionsherd fernost:  korea

 

Nach der Kapitulation Japans am 2. September 1945 besetzten die Amerikaner vereinbarungsgemäß den Süden Koreas,...

 ... die Sowjets den Norden 

Der 38.  Breitengrad bildete die Demarkationslinie. 

 

Da sich die Besatzungsmächte über den Aufbau eines unabhängigen, demokratischen Staates nicht einigen konnten, blieb Korea auch nach deren Abzug 1949  geteilt.   

Die für das ganze Land angesetzten Wahlen fanden nur in Südkorea statt, wo SYNGMAN RHEE dank massiver amerikanischer Hilfe zum Präsidenten der neu gegründeten Republik Korea gewählt wurde.   

·          Gestützt auf Großgrundbesitzer und das Militär errichtete RHEE ein autoritäres Regime.  

Dieser Staatsgründung im Süden folgte im Norden die Ausrufung der Demokratischen Volksrepublik Korea unter Führung des kommunistischen Politikers Kim IL SUNG. 

  

Die Regierung Nordkoreas, die von der Sowjetunion und China unterstützt wurde, forderte ebenso wie Südkorea den anderen Landesteil für sich. 

Zahllose Grenzkonflikte sorgten von Anfang an für Eskalation auf beiden Seiten 

Als im Juni 1950 nordkoreanische Truppen den 38.  Breitengrad endgültig überschritten,...

... sahen viele im Westen darin eine von Moskau gesteuerte Aktion und einen Beweis für die aggressive Politik des Kommunismus. 

 

... Schon nach dreitägiger Offensive fiel die südkoreanischen Hauptstadt SEOUL in die Hand nordkoreanischer Truppen, die immer weiter nach Süden vordrangen. 

Nur ein Eingriff von aussen konnte noch den Sieg Nordkoreas verhindern: 

Also drängten sich die USA danach, im Auftrag der UNO eine UN-Streitmacht anzuführen, um so den Sieg Nordkoreas zu verhindern.  

In einer See- und Landoffensive gelang es den US-Verbänden die nordkoreanischen Truppen innerhalb von zwei Wochen hinter den 38. Breitengrad zurückzudrängen.

 

Die Sowjetunion warf den USA Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten vor. 

Als die amerikanischen Verbände unter General MACARTHUR über den 38.  Breitengrad hinaus zur chinesischen Grenze vorstießen, ...

-  Nach überraschenden Erfolgen forderte MacArthur sogar den Einsatz der Atombombe gegen China:  ROLL-BACK-STRATEGIE  -   

... griff China zu Gunsten Nordkoreas in den Krieg ein. 

 

 

Die Welt stand an der Schwelle eines neuen großen Krieges. 

 

Da Präsident Truman jedoch den Kriegseintritt der Sowjetunion fürchtete, die mit dem kommunistischen China einen Beistandspakt geschlossen hatte, entließ er MacArthur.  Die Gefahr einer militärischen Konfrontation der Großmächte war damit zunächst gebannt. 

Doch der Krieg in Korea schleppte sich weiter.  Trotz zahlreicher Gelegenheiten zum Frieden einigten sich die Kriegsparteien erst 1953 auf einen Waffenstillstand, der den 38.  Breitengrad mit geringfügigen Gebietskorrekturen als Grenze bestätigte. 

·          Das Abkommen legte zudem eine 4 km breite entmilitarisierte Zone beiderseits der Grenze fest. 

·          Der Versuch eines Friedensabkommens scheiterte 1954. 

 

 

Mindestens 2 Millionen Menschen forderte dieser Konflikt und Korea blieb bis heute ein geteiltes Land.

 

 

Die amerikanische Intervention in Korea schien vielen asiatischen Staaten ein Beweis dafür, dass sich die USA wie die alten Kolonialmächte in die inneren Angelegenheiten junger Staaten der Dritten Welt einzumischen suchten.

 

 

 

Der Krieg in Korea wirkte auf den Westen wie ein Schock, war doch die Teilung des asiatischen Landes mit der politischen Situation in Deutschland vergleichbar. 

 

BEGLEITET WAR ER ALLERDINGS VON EINEM WIRTSCHAFTSBOOM: DEM KOREABOOM...

... und von einem BLOCKBILDUNGS- UND RÜSTUNGSSCHUB 

Die Westmächte einigten sich darauf, einer Wiederaufrüstung der Bundesrepublik zuzustimmen. 1955 erfolgte der Beitritt des deutschen Weststaates zur NATO.   

Auch im Fernen Osten entstanden neue Bündnisse, die sich gegen eine Bedrohung durch kommunistische Staaten richteten:

Anzus-Pakt (1951: USA, Australien, Neuseeland),

SEATO-Vertrag (1954: USA, England, Frankreich, Neuseeland, Australien, Pakistan, Thailand, Philippinen),

CENTO-Pakt (1955: England mit Türkei, Iran, Irak, Pakistan).

  

 


 

Thomas Cieslik/ Der Fall Korea: Wiedervereinigung durch Krieg gescheitert – neuer Anlauf mit Kim Dae Jungs Sonnenscheinpolitik?

 

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