©gabriele weis

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DIE WELT ZWISCHEN 1945 und 2000 / Kurzversion l-buch.jpg (1728 Byte)
 
 
 
 
 

 

 

Der 2. Weltkrieg war aus dem Zusammenwirken dreier Brandherde entstanden:

1. Brandherd:  das Hegemoniestreben Hitler-Deutschlands

2. Brandherd:  das Hegemoniestreben Mussolini-Italiens

3. Brandherd:  das Hegemoniestreben Japans

 

 

England und Frankreich waren als Bündnispartner Polens von Hitlers Überfall auf Polen am 1.9.1939 als erste zu einer kriegerischen Antwort auf Hitlers Hegemonialpolitik gezwungen.

Frankreich fiel ab 1940 von Hitler besiegt als Gegenmacht aus.

England erhielt erst durch den japanischerseits (Angriff auf Pearl Harbour) ausgelösten Kriegseintritt der USA 1941 einen Allianzpartner gegen das deutsche Hegemoniestreben ebenso wie gegen das mittlerweile immer erfolgreichere japanische.  -  Die Kriegsziele beider wurden nun als ausdrückliche Allianzziele in der Atlantik-Charta niedergelegt.

 

Das ebenfalls 1941 von Hitler überfallene Rußland avancierte infolge dieses Überfalls von einer bis dahin von den Westmächten international isolierten Macht zum großen dritten Bündnispartner  -   trotz der fortbestehenden grundlegenden Rivalität von kapitalistischem und stalinistischem System:  ´unnatürliche Allianz´ hat man dieses reine Zweckbündnis konsequenterweise genannt.

 

 

Diese unnatürliche Allianz funktionierte bereits während des Krieges alles andere als reibungslos:

Die Sowjet-Union hatte die größte unmittelbare Kriegslast bei erst minder entwickeltem Industrialisierungsgrad zu tragen und erwartete von den beiden Westalliierten sowohl mehr materielle als auch mehr strategische Unterstützung  -  letztere durch eine möglichst frühzeitige Errichtung einer Westfront gegen Hitler.

Die Westalliierten hatten immer die Machtverschiebung im Auge, die eine völlig gleichberechtigte Berücksichtigung des sowjetischen Material- und Strategie-Bedarfs für die internationalen Kräfteverhältnisse nach dem Krieg im Auge.  Und sie hatten das Weltkriegsausmaß dieses Krieges im Zusammenhang mit dem Erwerb oder Verlust geostrategischer Machtzonen auch außerhalb Europas im Auge (Mittelmeer + Vorderasien;  Ost- und Südostasien).  Sie entschieden sich deshalb kriegsstrategisch für einen Aufschub der von den Sowjets geforderten Westfronterrichtung zugunsten eines Aufrollens der innereuropäischen Kriegs-´Achse´ Berlin-Rom von Süden her.

Auf den großen Kriegskonferenzen rang man um eine ausgleichende Gewichtung dieser Interessenunterschiede nur mit höchst mäßigem Erfolg.

Und auch bezüglich der anzustrebenden Nachkriegsordnung nach dem eines Tages errungenen Sieg über Deutschland und Italien blieb es auf allen Seiten bei halbherzigen Vorstellungen...

 

 

Als der Krieg in Europa schließlich am 8.Mai 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands zuende war, während er in Ostasien noch bis weit in den August weiterging, war nichts hinreichend geklärt:

weder die Leisttungsanteile an den noch zu leistenden Kriegsanstrenungen gegenüber Japan oder gar Fragen nach der geeignetsten Strategie für ein möglichst rasches Kriegsende auch dort  -  so daß es zum amerikanischen Muskelspiel des Atombomben-Doppelabwurfs auf Hiewroschima und Nagasaki kam...

noch, was man voneinander an Interessenlagen und Durchsetzungsstrategien zu erwarten hatte bei der Neuordnung der staatlichen Verhältnisse im besiegten Deutschland und der Machtverhältnisse aller in den europäischen Teil des Weltkriegskonflikts verwickelten Staaten untereinander  -   und was sich folglich halbwegs verbindlich und mißverständnisfrei verabreden ließ...

 

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