©gabriele weis

4.5.glaubenskriegezurück-pfeil.gif (2419 Byte) l-weiter.gif (2419 Byte)4.7. aufklärung 

 

 l-buch.jpg (1728 Byte)4.6.   ABSOLUTISMUS IN FRANKREICH :

  

 

 

17. Jhd.:

 

1603 in Kanada erste französische Kolonie

 

1610-43 Ludwig XIII.

 

Ausbau des absoluten Staatesl-weiter.gif (2419 Byte)  

 

- orientiert an Bossuet, Bodin und Hobbes :  

Bossuet betont das Gottesgnadentum (un roi, une foi, une loi) des Fürsten, der als Stellvertreter Gottes weder der Kirche noch dem Volk Rechenschaft schulde!

 

1614 letzte Einberufung der Generalstände

politisch wird der Absolutismus durchgesetzt von Kardinal Richelieu (1624-42 leitender Minister des Königs)

er bekämpft die Opposition des Hochadels und die politischen Sonderrechte der Hugenotten

Ausbau des stehenden Heeres und der königlichen Provinzverwaltung (statt Adelsgouverneuren: königliche Intendanten)

Ämterkauf und ständische Gerichte bleiben allerdings bestehen

1635 Gründung der Académie francaise zur Förderung von Kunst und Wissenschaften

 

außenpolitisches Ziel:

Lösung des Staates aus der habsburgischen Umklammerung und Wiederherstellung der ´natürlichen Grenzen Galliens´ (Pyrenäen, Rhein)

ab 1635 Eingreifen Frankreichs in den 30jährigen Krieg auf Seiten der Liga - Vordingen im deutschen Südwesten bis ins Schwäbische

 

 

 

1643-61 Kardinal Mazarin leitender Minister;

König: der minderjährige Ludwig XIV.

1648-53 letzter Adelsaufstand ä der Hochadel wird daraufhin politisch ausgeschaltet

1648 Frankreich ist zusammen mit Schweden Schutzmacht des Westfälischen Friedens und erhält: den Sundgau, Metz, Toul und Verdun, die Vogtei über 10 elsässische Reichsstädte = Rheingrenze, gesichert durch die Brückenköpfe Breisach und Philippsburg;

die habsburgische Hegemonie ist zugunsten Frankreichs, Schwedens und der Niederlande beseitigt Spaniens Abstieg ist eingeleitet

 

 

 

 

...18. Jhd.

 

1661-1715 LUDWIG XIV.

 

- voll ausgebildeter Absolutismusl-weiter.gif (2419 Byte):

 

die Regierung wird durch Verordnungen allein vom König ausgeübt, der sich von einem Geheimen Staatsrat und Fachministern beraten läßt und einen adelsunabhängigen Verwaltungsapparat aufbaut

 

Eingriffe in die Justiz durch königliche Haftbefehle (lettres de cachet), Geheimpolizei und politische Sicherheitsverwahrung (Bastille)

 

im Verwaltungsbereich:

Aufbau kgl. Intendanturen in den Provinzen und kgl. Magistrate in den Städten; nur noch auf dem Land Verwaltungs- und Polizeirechte bei den Seigneurs (adeligen Grundherren)

Aufbau einer aus dem Bürgertum gegen Ämter- und Titelkauf rekrutierten Beamtenschaft - Erweiterung und Nivellierung des Adelsstandes durch einen  neuen Amtsadel

 

Erhöhung des stehenden Heeres auf 170000 Mann (bei 18 Mio Einwohnern); Uniformen, verbesserte Ausrüstung (Bajonett), gegliederte Truppenteile (Kavallerie, Infanttrie, Artillerie), feste Dienstgrade; Ernennung und Besoldung der adeligen Offiziere durch den König ä = größte und beste Armee seiner Zeit

Baumeister Vauban revolutioniert den Festungsbau durch sternförmige Bastionen ohne toten Schußwinkel > Belagerungstechnik und Kriegführung ändern sich gravierend

 

straßburg um 1650

 

 

 

Wirtschaft und Finanzen:

Errichtung der ersten staatlich gelenkten Nationalwirtschaft der Neuzeit durch Minister Colbert (1619-83) mit staatlicher Haushaltsplanung und geregelter Buchführung

= Merkantilismus

Der Staat sucht seine Gewinne zu mehren durch direkte und indirekte Steuern und durch Zölle

(1661: nur 27,2% der Steuereinnahmen landen beim Staat , der Rest bleibt bei den Steuerpächtern > 1667: 60,5% - infolge der Intendantenkontrolle; 1661: 32 Mio Livres Staatseinnahmen > 1678: 99,5 Mio Livres; 1715 Staatsausgaben aber doppelt so hoch wie Staatseinnahmen; während der gesamten Regierungszeit Kludwigs XIV. Anwachsen der Staatsverschuldung von 17 Mio Livres auf 3500 Mio Livres!)

Streben nach einer aktiven Handelsbilanz durch Ausfuhr hochwertiger Güter

 

 

Beseitigung der Binnenzölle, Ausbau der Land- und Wasserstraßen, Errichtung staatlicher Monopole, Subvention gewerblicher Manufakturen (=handwerkliche Großbetriebe mit Arbeitsteilung), 

 

Förderung der Seefahrt und der Handelsgesellschaften; Kolonialpolitik; Schutzzölle, landwirtschaftliche Festpreise; Ehe-Erleichterungen, Auswanderungsverbote (Peuplierungspolitik)

gleichzeitig: ständig erneuerte Zunfterhaltungs-Verordnungen zur Kanalisierung des Veränderungsdrucks im gewerblichen Sektor

Landwirtschaft kommt zu kurz

 

 

 

 

 

außenpolitisches Ziel:

Hegemonie über Europa und Erlangung der Rheingrenze

 

Subsisien (Hilfsgelder) als bevorzugtes Mittel der Politik mit den Feinden seiner Feinde (Schweden, Polen, Ungarn und Türken)

 

 

1666/67 Krieg gegen Spanien - Burgund geht an Frankreich

 

1670 Besetzung Lothringens

 

1672-78 Krieg gegen Holland (Wilhelm III. von Oranien: Generalstatthalter auf Lebenszeit; Kriegführung durch Öffnen der Dämme)

 

Reunionspolitik zur Erreichung der Rheingrenze gegen das Reich: 1681 Annexion Straßburgs; 1684 Luxemburgs; Erbansprüche auf die Pfalz (für seine Schwägerin Liselotte v.d.Pf.) > 1688-97 Pfälzischer Krieg

Vor ihrem Abzug zerstörten die französischen Truppen planmäßig Stadt und Schloss. Die Stadt wurde systematisch eingeäschert, um den Bewohnern das Leben darin unmöglich zu machen.

 

 (Wilhelm v. Oranien bildet große Allianz)

Seeschlacht bei La Hogue - entscheidende Niederlage der neuen franz: Flotte > Pfalz bleibt beim Reich