©gabriele weis

 3.7.territorialstaatsentwicklungzurück-pfeil.gif (2419 Byte) l-weiter.gif (2419 Byte)3.9.investiturstreit

 l-buch.jpg (1728 Byte)3.8.  KIRCHENREFORMEN:

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Salierkaiser:.

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Im Zentrum ihrer Bemügungen steht:  

·       die  Reichsreform, die infolge der ottonischen Reichskirchenpolitik mit einer Kirchenreform  verbunden werden muß   -   Ausgangspunkt:  eine klösterliche Reformbewegung mit Zentrum im burgundischen Kloster Cluny  

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·       die Italienpolitik:   die sich aufs engste mit den Kirchenreformbemühungen verbindet ...   und zum:

     Investiturstreit l-weiter.gif (2419 Byte)  führt  

·       Kreuzzugspolitik l-weiter.gif (2419 Byte)

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·       die fränkischen Salier traten die Nachfolge der Ottonen als deutsche Könige und römische Kaiser zu einem Zeitpunkt an, als das ottonische Reichskirchensystem wie das Kloster- und Lehenswesen allgemein eine gewisse Krise geraten war:

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-      seit den Zeiten Karls des Großen waren in ganz Europa die Klöster zu den entscheidenden kulturellen Motoren der Entwicklung von Bildung und Wirtschaft geworden l-weiter.gif (2419 Byte).  Mönchsorden engagierten sich dort nach der Regel des hl. Benedikt von Nursia in Gottesdienst und Arbeit  (Ora=bete und labora=arbeite war die Aufforderung Benedikts gewesen, nach der sie ihr Klosterleben organisierten.

-      unter ihrem Einfluß hatte auch das Christentum tiefe Wurzeln in den Herzen der Menschen geschlagen:  zahllose Stiftungen von gläubigen Laien hatten den Kloster- und Kirchenbesitz bedeutend anwachsen lassen:  Die Klöster waren überall in Europa die größten Grundherren geworden.

Als Grundherren waren sie Lehnsleute irgendeines Kronvasallen oder gar selbst Kronvasallen.  Als Lehnsleute waren sie ihrerseits wieder Lehnsherren über die ihnen gehörenden an die Scholle gebundenen Hörigen und Leibeigenen.

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-      Das hatte allmählich dazu geführt, daß neben Gebet und Arbeit die Politik und nicht selten einfach auch nur das bevorrechtigte Leben, wie es Lehnsherren zustand, ins Zentrum der Tätigkeit und des Interesses vieler Klöster und Bischofssitze gerückt waren.

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>   Für immer mehr fromme Gläubige aus allen Schichten des Volkes war das ein wachsender Stein des Anstoßes:

-      Ämter wurden gekauft und verkauft  -  das theologische Wissen vieler Kleriker in Amt und Würden war auf diese Weise oft mehr als dürftig, ...

...auch die Inhaber des Papstamtes hatten in theologischer Hinsicht über allerlei Machtfragen immer wieder die Zügel schleifen lassen;

-      Kinder wurden ohne den Rahmen einer sie schützenden und sich um sie kümmernden Familie von oft alles andere als frommen Geistlichen (Klerikern/Priestern) in die Welt gesetzt;

-       Armut, Keuschheit und Gehorsam, die Regeln des hl. Benedikt, wurden also in vielen Teilen der Kirche längst nicht mehr wirklich ernst genommen.

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Cluny besaß das bedeutendste Geldvermögen in Europa und herrschte über 2.000 Besitztümer, die sich von der Lombardei bis nach Schottland erstreckten. Es besaß auch einen unermesslichen Schatz sakraler Goldschmiedearbeiten.

 

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·       religiöse Erneuerung des Klosterlebens und des Priesterstandes allgemein:  Einführung eines generellen Zölibats, einer Verpflichtung zur Ehelosigkeit für alle Geistlichen/Kleriker

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·       Erneuerung der Kirche insgesamt durch:  

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·       die Abschaffung des Ämterkaufs, der sogenannten Simonie: 

>   keine Amtsverleihung ohne vorherige angemessene theologische Ausbildung und das Durchlaufen von Ämterlaufbahnen

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·       und:   rein innerkirchliche Wahl von Bischöfen und Äbten:

Die Kirche sollte nicht länger Tummelplatz machthungriger Laien sein. 

>  Dazu sollte das bisherige sogenannte Eigenkirchenrecht der Grundherren  - das Recht also, den auf ihrem Besitz amtierenden Pfarrer, Bischof oder Abt einsetzen zu dürfen -  aufgelöst werden.

·       extremste Forderung:

letztlich müsse der Papst als Oberster Stellvertreter Christi auf Erden das letzte Entscheidungrecht darüber haben, wer Bischöf oder Abt werde.

Denn in erster Linie handele es sich da um geistliche Ämter. 

Erst in zweiter Linie seien diese kirchlichen Amtsträger auch Träger ihres jeweiligen politischen Lehensamtes.

 

Radikale Reformer gehen in dieser Frage sogar noch weiter: 

                           Sie erklären  a l l e  Lehensämter zu Ämtern, über die der Papst eine geistliche Lehensoberhoheit innehaben müsse:

´Unbillig´ im Sinne ihres christlichen Schützerauftrages handelnde Lehnsherren müßten vom Papst ihres Amtes enthoben werden können  -  das gelte besonders sogar für den Kaiser.

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