©gabriele weis

3.4.agrarrevolutionzurück-pfeil.gif (2419 Byte) l-weiter.gif (2419 Byte)3.6.geldwirtschaft

 l-buch.jpg (1728 Byte)3.5. STADTENTWICKLUNG:     

    

    

¨    In ottonischer Zeit revolutioniert überdies die bäuerliche Welt des Mittelalters in ganz Europa ihre Leistungskraft.

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¨    Europa ist damals noch immer dünn besiedelt  -  entsprechend gering ist seine noch ganz auf die Landwirtschaft gegründete Wirtschaftskraft:  über die Selbstversorgung hinaus wird kaum etwas produziert.

Der geringe Überschuß reicht gerade für ein ständisch-arbeitsteiliges Gesellschaftssystem: 

Mehr als 2% Adel und Klerus können von den landwirtschaftlichen Überschußerträgen nicht miternährt werden, um für ihre politisch-kulturellen Aufgaben frei zu sein.

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¨    um die Jahrtausendwende ist:

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-      die Bevölkerung so weit angewachsen,

-      soviel Ackergebiet hinzugewonnen (urbar gemacht)

-      und das landwirtschaftliche ´know how´ durch die systematische Entwicklungsarbeit der Klöster so weit entwickelt,...

 

...daß allenthalben eine Agrarrevolution stattfinden kann:

¨    Dreifelderwirtschaft und eiserner Pflug erhöhen die Produktivität entscheidend.

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·       Aus dem Willen der allmählich in Europa in differenzierteren Umrissen als zuvor neu organisierten Reichsvölker, das Erreichte kulturell zu sichern und weiterzuentwickeln, erwuchs:

·       eine immer intensivere Nachfrage der beiden führenden Stände nach ebenso nützlichen wie luxuriösen Gütern

·       ein Interesse an den besonderen wirtschaftlichen Möglichkeiten von Städten  -  soweit die Landwirtschaft in der Lage war, Nahrungsmittel für mehr als 2% nicht in der Landwirtschaft Tätige mitzuproduzieren

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·       entsprechende Stadtgründungs- und Förderungspolitik seitens der Oberschicht und des Kaisers durch:

·       gezielte Privilegierung jüdischer Fernhandelskaufleute zur Ankurbelung des schwachen Handels

·       Vergabe von Marktprivilegien

·       Einräumung und Gewährleistung der persönlichen Freiheit der Stadtbürger

·       Entwicklung einer korporativen Selbstorganisations- und -verwaltungsordnung für die städtischen Bürgerschaften:  Handwerkerzünfte + Kaufmannsgilden;  eigene Geschworenengerichte und Räte

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>> Bald gehen die entscheidenden Wirtschaftsimpulse von den Städten aus:

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·       die zunehmende Ausdifferenzierung der Handwerkerberufe und die entsprechende Entwicklung der Fertigkeiten sorgt für eine sichtlich steigende Nachfrage

·       auch der wachsende Wohlstand der Stadtbürgerschaften selbst wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor

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>>  im ständigen Ringen der  theokratisch-feudalen Politik-Organisatoren um Machtanteile gewinnt die Wirtschaftskraft der Städte eine immer größere, weitere Nachfrage erzeugende Bedeutung!!!

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    ... Erschwernis:  keine verläßlichen Karten

 

... während der mittelmeerische ´Levante´(=Orient-)Handel sich allmählich aus rein arabischer Hand auch auf die oberitalienischen Städte hin verlagert...

 

 

   

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... entsteht im nordeuropäischen Bereich ein von deutschen Kaufleuten und dem von ihnen gegründeten Städtebund der ´Deutschen Hanse´ beherrschtes Handelsimperium:

 

seit dem 11. Jhd. gab es genossenschaftliche Zusammenschlüsse deutscher Kaufleute (Osterlinge) im Ausland

Ziel:  Aufbau eines Wirtschaftsraumes der Ostseeländer 

ihre Koggen (100 BTR)  waren den skandinavischen Ruderbooten überlegen

1161 Bildung einer Deutschen Hanse (Schar) in Wisby

das 1158 gegründete Lübeck wird zum ost-westlichen Umschlagplatz und Auswandererhafen für Livland und Preußen  <>  Ablösung des alten Wanderhandels durch den Schriftverkehr (Buchführung;  Kredit- und Kommissionsgeschäfte)

1259  Handelsbund zwischen Lübeck, Hamburg, Wismar, Rostock

1281  Bildung einer  Hanse Kölner und westfälischer Kaufleute in London

...

1358 Bund van der düdeschen Hanse

= allgemeiner Zusammenschluß  von über 200 Städten zur Sicherung von Handelsvorteilen:  Stapelzwang für fremde Kaufleute;  Verhansung = Warenboykott eines Hafens oder Landes;  ausländische Kontore in: Nowgorod (Peterhof); London (Stalhof); Bergen (Deutsche Brücke);  jährliche Heringsmärkte in Schonen;  

-  Hauptgegner:  Dänemark

-  Strahlwirkung:  Entwicklungshilfe für England und Rußland

 

 

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