1.2.a.jungsteinzeit
![]()
1.2.c-bronzezeit2
1.2.b ACKERBAUERN; VIEHZÜCHTER; HÄNDLER;
HANDWERKER; KÄMPFER; PRIESTER / Bronzezeit 1:
Als die Menschen dem Gestein weiter auf die Schliche kommen, beginnen sie nach Möglichkeiten zu suchen, mit dem aus ihm schmelzbaren Metall das Arsenal ihrer Gerätschaften zu vervollkommnen.Bronze, die Legierung (Verschmelzung) von Kupfer und Zinn, wird zunächst zu ihrem bevorzugten Werkstoff - namentlich im Bereich der Waffen- und Schmuckherstellung.
Die neuen Bronzewaffen verbessern die Schutz- und Eroberungsmöglichkeiten des sich eben organisierenden Kämpferstandes erheblich.
Und: diese neuen Waffen fördern den inneren Zusammenschluß der Kämpfer zu einem gesellschaftlichen Organisatoren-Stand
Denn: diese Waffen sind und bleiben vorläufig ein erst in sehr geringen Mengen produzierbares Gut! Schließlich reichen die seitens der Bauern erzielbaren Nahrungsüberschüsse nur für eine eng begrenzte Gruppe von nicht in der Landwirtschaft Beschäftigten! Und: kein Bauer verfügt über so große Überschüsse, daß er neben seinem Eigenbedarf und seinen Abgabeleistungen an die Kämpfer noch genügend übrig behielte, um sich selbst mit geschmiedeten Gütern ausstatten zu können.
Vor der Entdeckung der Metallgewinnungs- und -verarbeitungs-Möglichkeiten und der damit zusammenhängenden Entstehung eines gesonderten Kämpferstandes gab es zwischen den sich selbst versorgenden Bauern wenig Bedarf nach Warentausch. Das ändert sich jetzt, weil nun alle, die die Selbstversorgung zugunsten einer anderen Beschäftigung aufgeben (vielleicht 0,5 % der Bevölkerung), auf das gleichzeitige Entstehen eines umfassenderen Tauschhandels als bisher angewiesen sind.
Je geschickter, kraftvoller und vielfältiger die Nutzung der neuen Arbeitsteilungs-Möglichkeiten, desto reicher werden die Stämme. Der so gewonnene Reichtum schafft Raum für ganz erstaunliche Kunstfertigkeiten und fortschreitenden Wissenserwerb.
Auch die bronzezeitliche Kultur bleibt damit also ganz überwiegend eine Agrarkultur.
Die übergroße Masse der Bevölkerung bleibt bäuerlich, ist aber gegenüber der Jungsteinzeit leistungsfähiger geworden, so daß kleinste Gruppen die landwirtschaftliche Tätigkeit zugunsten anderer Tätigkeiten aufgeben können
Festzuhalten bleibt: Die sich jetzt herausbildende berufliche Arbeitsteilung ist von vorn herein begleitet auch von einer ständischen Arbeitsteilung in Organisatoren (Kämpfer) und Organisierte (Bauern, Handwerker, Händler).
Es bilden sich feste Geburtsstände, statt durchlässiger Schichten, weil die landwirtschaftlichen Überschüsse noch nicht ausreichen, Wissen anders als innerhalb eng umgrenzter Gruppen weiterzugeben.