©gabriele weis

l-weiter.gif (2419 Byte)altindische hochkultur

l-weiter.gif (2419 Byte)indien im mittelalter

l-weiter.gif (2419 Byte)indien unter kolonialer herrschaft

 l-buch.jpg (1728 Byte)   INDIEN ZWISCHEN UNABHÄNGIGKEITSKAMPF UND GEGENWART

 

 

 

Relig. Ref. sind Voraussetzungen zu innerer Erneuerung:

 RAM MOHAN Roy (1772-1833) lehrt den 1828 Brahma Samaj (Verschmelzung ind. und christi. Religion). 

DAYANAND SARAS VATI (1824-83) ruft im >Arya Samaj< 1875 zur Rückbesinnung auf die Urlehre (Veda)
auf. 

Der Dorfheilige Ramakrisbna (1836 bis 1886) verbindet westl. Bildung mit hind. Frömmigkeit.

 

l-weiter.gif (2419 Byte)DOSSIER WELTRELIGIONEN hinduismus, buddhismus, judentum, islam

l-weiter.gif (2419 Byte)WELTRELIGIONEN.de

 l-weiter.gif (2419 Byte)helmut kerber /  DIE VIELEN GESICHTER DES ISLAM

 

 

l-weiter.gif (2419 Byte)Mahatma Ghandi 

l-weiter.gif (2419 Byte)Gandhi

 

l-weiter.gif (2419 Byte)Tagore

 

 

Ind. Nationalbewegung: 

An Colleges und Universitäten bildet sich eine europäisierte ind. Oberschicht. Ihre bewußte Pflege nat. Traditionen gegen soz. Zurücksetzung und kult. Unbehagen bleibt zunächst ohne Breitenwirkung infolge polit. Apa thie bzw. relig. Standesvorurteile (Kasten wesen).

 

 

 

 Gründung des ind. Nat.-Kongresses zur Mitbeteiligung an der Reg.

1885

Die Briten reagieren unsicher: Sie schüren die ind. Gegensätze, gewähren aber seit 1892 bedingtes Wahlrecht für das Zentral- Parlament und lassen höhere ind. Beamte in Stadt-Verw. und im Rat des Vize-Kgs. bzw. der Prov. zu. 

Hungersnöte und Pestepidemien (1896/97), vor allem der jap. Sieg über Rußland stärken die »Neue Partei« der Extremisten unter TILAK (1856-1920).

Nat. Unzufrieden heit über die Teilung Bengalens (Neubildung einer Prov. mit Moslem-Mehrheit): Boykott brit. Textilien, Bombenattentate. 

In der Moslem-Liga (gegr. 1906) meldet die islam. Minderheit ihre Interessen an. Trotzdem Rücknahme der Teilung, dafür 1911 Verlegung der Zentralreg. nach der Mogul-Stadt Delhi.

1905

 

 

 Pakt von Lucknow: Hindus und Mos lems fordern gemeinsam die Autonomie.

1916

Die innenpolit. Lage Indiens  wird auch im Weltkrieg nicht stabilisiert. Höhe punkt der Unruhen ist das April Blutbad von Amritsar; Brit. Truppen schießen in eine Volksmenge (über 1000 Tote und Verwundete). 

Die Montagu-Chelmsford-Reformen sehen deshalb eine Regierungsteilung in den Prov. (»Dyarchie«, bis 1935) vor:   Be stimmte Ressorts (»Reserved subjects« : Polizei, Grundsteuer u. a.) sind den brit. Behörden vorbehalten; andere (»Trans ferred subjects« : Landwirtschaft, Indu strie, Unterrichts- und Gesundheitswesen u. a.) werden von ind. Ministerien ver waltet. 

1919 

 

 
 
 

An die Spitze der Nationalbewe gung tritt Mohandas Karamchand Gandhi (1869-1948), der »Mahatma« (»Hochherzige«), der großen Einfluß auf den Nat.-Kongreß hat und den polit. Kampf um Selbstbestimmung (Swaraj) mit den Mit teIn der altind. »Idealen Wahrheit« (Sa tya), Gewaltlosigkeit (Ahimsa) und Läu terung durch Nächstenliebe (Brahma charya) aufnimmt. Symbole des Unab hängigkeitsstrebens werden der »Khad daz« (handgesponnenes, weißes Baum wollzeug) und die Salzgewinnung am Meer, um die Monopole Englands zu brechen.

Der  1.»Satyagraha«-Feldzug (gegen Zu sammenarbeit mit England und gegen Ver fassung) endet mit der Verurteilung GANDHIS zu 6 Jahren Gefängnis. Er wird jedoch 1924 begnadigt und beginnt seinen Kampf um wirtschaftl. und soz. Reformen (bis 1936). Sein Wirken kommt den 60 Mill. Parias (»Unberührbaren«) zugute.

1920-22

 

 Vizekg. Lord READING regiert ab solut ohne Volksvertretung.

1921-26

 Annahme des Verfassungsentwurfs MOTTLAL NEHRUS durch den Kongreß und Ultimatum an England: Dominion-Status für Indien innerhalb Jahresfrist.

1928

Der  2.»Satyagraha«-Feldzug, in dem GANDHt und ca. 60000 Nationalisten verhaftet werden, wird unterbrochen durch den »DeIhi-Pakt« zwischen GANDHt und Lord IRWIN (Vizekg. seit 1926): Aussetzung des »zivilen Ungehorsams« gegen Freilassung der polit. Gefangenen.

1930

Nach 3 »Round Table«-Konferenzen in London wird der Feldzug fortgesetzt (1932-34).

1931

 Government of lndia Act: Einführung der Dyarchie für die Zentralreg., Autonomie für die Provinzreg., doch Sonderrechte des Vizekönigs und der Gouverneure.

1930/34

Nach den  Wahlen, aus denen die Kongreßpartei in 6 von 11 Prov. als Siegerin hervorgeht, tritt die neue Verfassung in Kraft.

1935
   

Burma wird von Indien getrennt und erhält den Status einer Kronkolonie.

1937
   

Im Zweiten Weltkrieg scheitert die radikale, gegen England gerichtete Politik SUBRAS CHANDRA BOSES (1897-1945). 

Während sich BOSE mit den Nat.-Soz. verbündet,...

... führt GANDHI den 3. »Satyagraha«-Feldzug (Anti kriegspropaganda), unterstützt von Jawa harlal Nehru (1889-1964).

 Kampf um den Pakistan-Plan der Moslem-Liga  unter MOHAMMED ALl JINNAH (1876-1947): Errichtung unab hängiger Moslem-Staaten.

1940
  Großbritannien bietet durch Sir STAF FORD CRIPPS ( 1889-1952) Indien die Domi nion-Verfassung nach Kriegsende an. 

GAN DHI reagiert mit der Aufforderung: »Eng länder, verlaßt Indien!«

1942
 

Die im Krieg gemachten brit. Zusagen löst die Labourreg. ATTLEE  ein

1946
Verfassunggebende Vers. und ind.  Übergangs-Reg. bereiten die Unab hängigkeit vor, die im Indian Independence Ac t verkündet wird.  1947

Schwere Krisen: Hindu- und Mos lem-Massaker. Flucht und Umsiedlung relig. Minderheiten

 Ermordung Gandhis. 1948
   

   

Das Verhältnis zu Pakistan belastet der Streit um Kaschmir

1947/8

Hindu-Freiwillige und afghan. Stämme greifen in die  Revolte gegen das feudale Fsm. ein, nach Massakern auch Indien und Pakistan.
Der von der UN vermittelte Waffenstillstand besiegelt die Teilung.

 

Auf ind. Betreiben Verhaftung des MP. Scheich ABDULLAH, der Autonomie für Kaschmir erstrebt. Gegen eine UN-Resolution  Anschluß des ind. besetzten Teils an Indien.

1957
   

 Grenzkonflikte mit China, das die McMahon-Linie nicht anerkennt und nördl. Grenzgebiete besetzt. 

1959

Ind. Prestigeverluste durch die gewaltsame  Annexion port. Restkolonien (Goa).

Chin. Offensive in der Nordost-Prov. (NEFA). Sie offenbart die Schwächen der ind. Armee.

1961

Die chin. Besetzung des Aksai-Chin-Plateaus verschärft den Konflikt.

1962

Chin.-ind. Konllikt im Grenzgebiet von Sikkim.

 

Relig. Unruhen (1964), Sprachkämpf. (1965), Naturkatastrophen verschärfen die Lage. 

Assam, Nagaland, die Sikhs fordern Autonomie

1967

Die erste komm. Reg. in Kerala wird aufgelöst.

1958
   

 

Pakistan:

Permanente Staatskrisen im zweigeteilten »Land der Reinen« durch Großgrundbesitzer-Cliquen, relig. Fana tismus und Mangel an Führungsintelli genz. 

Ost-Pakistan wehrt sich gegen west pakist. Bevormundung (Urdu als Staats sprache). 

Nach der Wahlniederlage der Moslem-Liga leitet eine Notstands-Reg. Verf.-Reformen ein, doch stürzt die Armee den Gen.-Gouv. GHULAM MOHAMMED [seit 1951].   Unver ändert bleibt die Außenpolitik: fester An schluß an das westl. Paktsystem . 

1954

 

 Proklamation der Islam-Republik (Voll mitglied des Commonwealth); doch ver tiefen sich die Gegensätze zwischen Ost- und Westpakistan.

1956
 Machtübernahme FM. Ayub Khans (1907-74), der Verw.. Politik, Wirtschaft und die demokrat. »Basis-Institutionen« (Gemeinden) stabilisiert. 1958
 Regelung der Nutzung des Induswas sers mit Indien und Baubeginn des Pro jekts zur Bewässerung des Indusbeckens. 1960

 Grenzvertrag mit China

1963

Spannungen mit Indien durch den Streit um das Rann von Katsch werden durch ein Abkommen entschärft, doch führen islam. Freischär ler-Aktionen in Kaschmir zum  2. ind.-pakistan. Krieg. Er wird nach UN- Vermittlung und auf sowjet. Initiative auf der Konferenz von Taschkent beigelegt.

1965/6

 

Durch Bürgerkrieg in Ost-Pakistan Flüchtlingsproblem in Bengalen.  3. ind.-pakistan. Krieg.

 Wahlsieg der Opposition. in Pakistan. 

Unruhen in Ost-Pakistan führen zum Rücktritt AYUB KHANS, Über gabe der Gewalt an Präs. YAHYA KHAN.
Wahlen zur Nat.-Vers. bringen Sieg der für Autonomie Ost-Pakistans eintretenden »Awami-Liga" unter MuJI BUR RAHMAN.

Die in West-Pakistan sieg reiche zentralist. »Volkspartei" unter ALl BHUTTO verhindert den Zusammentritt der Nat.-Vers.

Schwere blutige Unruhen in Ost-Pakistan, Proklamation des unab hängigen Bangla Desh. Bürgerkrieg: Mil lionen fliehen vor den Truppen der Zen tralreg. nach indien. 

1971

 

 

Der  3. ind.-pakistan. Krieg endet mit der Niederlage Pakistans und der Eroberung Ost-Pakistans, das als Bangla Desh ein selbständiger Staat wird.


Rücktritt Y AHYA KHANS; neuer Präs. wird ALl BHUTTO.

1967/70

 

 

 

spiegel23/02

 

Bangla Desh
  Anerkennung durch Pakistan.
  Aufnahme in die UNO.

 

1974

 

Nach Verhängung des Ausnahmezu standes und Vereinigung der Ämter des Staats präs. und MP. durch MUJIBUR RAHMAN. :  Militärputsch. MUJIBUR RAHMAN ermordet.

1975


Indische Union (Bharat):
 MP. und AMin. Jawaharlal Nehru  reorganisiert die Verw. Die Fürsten müssen abdanken.

 

 

1947-64

 Eingliederung der Moslem-Fsm.Junagadh und Hyderabat.

1948

 Verfassung der Ind. Unions-Republik:
27 (seit 1956 14) Bundesstaaten mit eigenen Reg. und Parlamenten, 6 Territorien, Sikkim als Protektorat

1950
   

Dank NEHRUS »dynamischer Neutralität« vermittelt die Führungsnation der blockfreien Staaten« in den großen Weltkrisen.
1954 Chin. Staatsbesuch (MP. TscHou EN- LAI); Verkündung der »Fünf Prinzipien der Koexistenz«: Souveränität, Gleichberechtigung, friedl. Streben, Ablehnung von Aggression und Intervention.  Sie werden beim 1955 Staatsbesuch NEHRUS von Moskau anerkannt und sichern Indien westl. und östl. Wirtschaftshilfe

1953

 

 

Wahlsieg der Kongreß-Partei (75 Prozent).

Größtes Problem ist die Übervölke rung: Staatl. Programm. zur Bekämpfung von Hunger, Armut, Verelendung.  I. Fünfjahresplan zur Förderung der Landwirtschaft. Der Wanderprediger VINOBE BHAVE erreicht bis 1955 Bodenreformen durch freiwillige Land abgabe.

  Verstaatlichung von Banken, Ver sicherungen und des Flugverkehrs.

1951

 

 

 

 2. Fünfjahresplan zur Erschließung von Rohstoffen, Ausbau von Industrien mit Auslandshilfe (Stahlwerke Rourkela, Bhilai u. a.), des Schul- und Bildungswe sens. 

Trotz aller Anstrengungen sinkt das Volkseinkommen (jährl. Bevölkerungs zunahme um ca. 15 Mill.). Aufklärungs aktionen gegen relig. Tabus (hl. Rinder), Vorurteile (Kasten), Unwissenheit (Geburtenkontrolle)

1956

 

 

Nachfolgerin des in Taschkent verstorbe nen MP. SHASTRl wird Jan.  Indira Gandhi (geb. 1917).

Hungersnöte, Unruhen (u. a. in Naga land, Assam, Bengalen und Kerala), relig. Hindu-Demonstrationen.

1966

Blutige Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems in Ahma dabad.


Spaltung der Kongreßpartei und März 1971 hoher Wahlsieg des linken Flü gels unter MP. INDIRA GANDHI.

1969

 

 Vertrag mit der UdSSR.

1971

Kernwaffenversuch; Indien wird sechste Atommacht.


  Sikkim wird assoziierter Staat indiens, dann Bundesstaat (Mai 1975).

1974
Nach gerichtl. Widerruf der Wahl von Frau GANDHI ins Parlament sowie Nie derlage der Kongreßpartei in Gujarat:  I. Gandhi regiert mit Ausnahmezustand: Verhaftungen, Verbot der Opposition, Pressezensur, wirtschaftl. Maßnahmen. Juni 1975-März 1977

 

 

 

   

   
   
 

spiegel 46/2000

 

 
   
 

 
 

 

 

Ceylon: Die brit. Kronkolonie erhält den 1948 Dominion-Status unter MP. D. S. SENANAYAKE (1884-1952). 

1954 Colomho-Kon!erenz asiat. Staaten zur Abstimmung ihrer polit. Zusammenar beit. Die neutralist., linksradikale 1956 Volksfrontreg.desMP. S.Bandaranaike (1899-1959 [ermordet)) fordert Abzug der brit. Truppen. Seine Witwe 1960-65 Sirimawo Bandaranaike führt als MP. die Politik der Freiheits-Partei wei ter. 

Unruhen der Tamilen-Minderheit und 1962 nat. Offiziersrevolte. 

Die USA sperren ihre Kredite bis zur 1965 Bildung einer Koalitions-Reg.


1972 Proklamierung Ceylons als Republik : Sri Lanka.

 


Afghanistan: Unter Kg. MOHAMMED SAHIR  langsame Modernisierung. Grenz regeIungen mit der UdSSR (1946-48), nach Spannungen auch mit Pakistan.
1955 Beistandsvertrag mit der UdSSR und sowjet. Milit.-Hilfe. Neutralität und Block freiheit tragen westl. und östl. Wirtschafts hilfe ein. 

Starker polit. Einfluß der Geist lichen (Mullahs) und Stammesführer.