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©gabrieleweis |
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sh1906
Robert
Musil / Die Verwandlungen des Zöglings Törless
epocheninfo |
Lit.Figur
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törless; beineberg+reiting; basini |
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Stehen im Zentrum des jeweiligen Werkes Pubertätsprobleme? |
Wenn
man das Beschäftigen und Kennenlernen von sich selbst besonders von
seinem Inneren als pubertierend bezeichnet, dann ja. Allerdings gibt es
noch ein weiteres großes Problem?,
das nicht direkt durch die Hauptperson
verursacht wird. |
ja! erzählt werden in der hauptsache die internatsjahre des jungen törleß (ausgestattet mit einer ästhetisch- intellektualisierenden natur voll radikalen interesses an der besonderen subjektivität der eigenen seele) im spannungsgefüge unterschiedlich pubertierender charaktere (die törleß zugleich anziehende und abstoßende eher animalische natur der kameraden)
törleß leidet unter den internatsverhältnissen mit ihren kollektivformen und ihren gesellschaftsbedingten wie -orientierten sanktionen
in erwartung des aufbrechens ´tierischer´, unkonventioneller, unbürgerlicher sinnlichkeit in seiner seele interessiert sich törless vor allem für die ihn faszinierende unmoral der gefühle bei sich selbst und seinen kameraden - im bereich der sexualität (begegnung mit dorfhure; homoerotisches angezogensein durch basini) ebenso wie auf dem gebiet zwischenmenschlicher machtausübung (teilnahme an der eigenmächtigen ´bestrafung´ basinis für dessen diebstahlsdelikt, die für ihn im beischlaf endet) |
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Wenn ja: welche Entwicklung nehmen diese Pubertätsprobleme? |
Die Pubertätsprobleme enden schon in einer Katastrophe. Hauptperson allerdings trägt davon soviel man weis keinen großen Schaden, sondern erlangt eine Erkenntnis. Er ist danach glücklich, obwohl er von der Schule muss. Allerdings könnte es auch sein, dass er einen psychischen Schaden an den Ereignissen genommen hat, und er deswegen scheinbar problemlos weiterlebt. |
das pubertäre fasziniertsein von unmoralischen selbsterfahrungen bei allen vieren gelangt zu einem wendepunkt, als beineberg+reiting basini an die lynchbereiten mitschüler verraten - schulskandal
törleß´ homoerotisches abenteuer mit basini bleibt außen vor - seine rechtfertigung vor dem kollegium mündet in seinen schulverweis ebenso wie in seinen selbst gewollten ausdrücklichen austritt -- grund: die unaufhebbare reibung zwischen törleß´ anspruch auf auch moralische individuation und der amoralisierend wirkenden, weil in bürgerlicher verlogenheit steckenbleibenden internatsanstalt |
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Was begrenzt die Entwicklungsmöglichkeiten und das Lebensglück der jeweiligen Hauptfigur? - Eher sie selbst? - infolge wovon? |
Er selber eigentlich nicht, denn er macht ja eine Entwicklung durch, er verschließt sich ja nicht sämtlichen Erfahrungen, sondern nimmt sie im Gegenteil alle in sein Denken und seine Entwicklung mit. Das fehlen des Lebensglücks ist natürlich auch seiner relativ einsamen Situation zuzuschreiben. Allerdings macht ihm sein Gewissen, oftmals schwer zu schaffen. |
der u.a. auf amoral setzende weg, den törleß in richtung erwachsenwerden beschreitet, ist zunächst einmal der der allem von der erwachsenenwelt vermittelten gegenüber bewußt kontrastiven neugier, um zu eigen-geprüften verhaltenskriterien zu finden - dadurch setzt er sich nicht geringen inneren gespaltenheitserfahrungen aus, die ihm zu schaffen machen |
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Eher andere? - infolge wovon? |
Die Entwicklungsmöglichkeit begrenzen ?, dass Törless auf einem Jungeninternat auf dem Land wohnt, weit ab von der richtigen Welt. Das führt dazu, dass er sich mehr oder weniger mit dem ihm dort Gebotenen(Freunde und Erwachsenenpersonen) beschäftigen muss, um nicht zu vereinsamen. Ein weiter Grund ist das fehlen des anderen Geschlechts, was natürlich solche Erfahrungen verhindert. Das führt auch zu den leicht homosexuellen Neigungen und Versuchen. |
der kontrast zwischen moralanspruch und amoral, der über gesellschaftlich vorgegebene rahmensetzungen die internatsatmosphäre prägt, provoziert geradezu die amoralischen gelüste der pubertierenden jungen
die ohnmächtig allein auf sich bezogen gehaltenen internatler produzieren sich wohl weit mehr als mitten in der alltagswelt aller aufwachsende als rundum gierige wesen - - der raum für reale bezugserfahrungen ist ihnen allzu sehr beschnitten |
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Profitiert
die jeweilige Hauptfigur von ihrer Umwelt? – inwiefern? |
Nein im Gegenteil, sie führt zu der mehr oder wenigen kranken Entwicklung ? der Hauptperson. |
im grunde nein - obwohl diese umwelt für törleß große bedeutung hat dadurch, daß er sie zu seinem studienobjekt erwählt, der gegenüber, sobald er sich auf ihr niveau begibt, sein gewissen aktiv wird, so daß er zu reifen vermag
wärme und wirkliche freundschaft, gar liebe jedoch erfährt er nirgends, geistig-seelische förderung auch nicht |
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Geht umgekehrt die jeweilige Hauptfigur an ihrer Umwelt mehr oder weniger zugrunde? – inwiefern? |
Ja. Er geht an der Umwelt zugrunde ?, allerdings auf Grund seiner sensiblen Grundhaltung gegenüber allem möglichen, was passiert. |
törleß geht nicht zugrunde, sondern reift an den unzuträglichkeiten des vorgegebenen lebenszuschnitts zu merklicher eigenständigkeit |
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Was ist epochentypisch am Charakter der jeweiligen literarischen Hauptfigur? |
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Möchtest Du mit der Hauptfigur befreundet sein? - Warum ggf. ja? Warum ggf. nein? |
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| Was ist epochentypisch an den Problemen der jeweiligen Hauptfigur? |
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